| Neue Beweise zum Kennedy-Mord |
| 21. Februar 2008 von Lothar Buchholz |
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In einem alten Safe im 10. Stock des Gerichtsgebäudes von Dallas wurden neue Beweise zum Kennedy - Mord entdeckt. John F. Kennedy wurde am 22.11.1963 getötet. Zwei Untersuchungsausschüsse schlussfolgerten, dass Lee Harvey Oswald Präsident Kennedy erschossen hat. Der vermeintliche Attentäter wurde seinerseits zwei Tage später von Jack Ruby ermordet, als er sich im Polizeigewahrsam befand.
Ein Fundstück scheint im hohen Maß verdächtig. Dabei handelt es sich um ein Gesprächsprotokoll zwischen Ruby und Oswald, in dem beide am 4.10.1963 in Rubys Nachtklub über die Ermordung von Präsident Kenendy und seinem Bruder Robert sprechen. In der Tat wurde Kennedy 6 Wochen später unter noch immer nicht endgültig geklärten Umständen erschossen. Das jetzt entdeckte Protokoll ist gekennzeichnet als »Plainstiff´s Beweisstück 27«. Diese Kennzeichnung ist typisch für Beweisstücke in Gerichtsverfahren und für Dokumente, welche die Dallas Polizei und das FBI zum Attentat auf Kennedy verfassten. mein Gewehr und ein hohes GebäudeDem zweiseitigen Protokoll folgend schlug Oswald vor, statt Robert Kennedy, gleich den Präsidenten zu ermorden und: »Ich kann es dennoch tun, alles was ich brauche ist mein Gewehr und ein hohes Gebäude, aber es braucht Zeit, vielleicht sechs Monate, um den richtigen Platz zu finden ... .« Im weiteren Gesprächsverlauf warnte Ruby Oswald, wenn dieser gefasst würde, müsse er Oswald im Auftrag der Mafia töten. Eine derartige Verbindung von Oswald und Ruby wurde bislang offiziell kategorisch ausgeschlossen und es scheint, als wäre das Gespächsprotokoll der ultimative Beweis für eine Verschwörung. Eine harmlose Erklärung lagerte in dem Safe jedoch gleich mit. Wade stand in Kontakt mit einer Filmfirma, die offensichtlich beabsichtigte, einen Film mit dem Namen »Countdown in Dallas« zu produzieren. Aus Presseberichten des Jahres 1967 ist zu entnehmen, dass es das Filmprojekt wirklich gegeben hatte. Der wieder verheirateten Witwe Oswalds, Marina Oswald Porter, wurden demnach 20.000 Dollar für eine Hauptrolle in dem Dokumentarstreifen geboten. Ein ähnliches Angebot erhielt die Witwe des erschossenen Polizisten Tippit. Erstaunlicherweise existiert in den offiziellen Beweisunterlagen der Warren Kommission, die als erster Ausschuss den Tod von Kennedy untersuchte, ein ganz ähnliches Dokument wie das jetzt im Safe gefundene. Es ist gekennzeichnet als Beweisstück der Kommission 2812. Ein Gespräch in Rubys Klub an genau dem selben Tag zwischen Oswald (der den Namen H.L.Lee nutzte) und Ruby zur selben Zeit gegen 22 Uhr, welches sich allerdings um die Ermordung des Gouverneurs Connally dreht. Dem FBI nach handelte es sich um einen erfundenen Bericht, den der Anwalt Carroll Jarnagin in einer Erklärung für den FBI-Direktor Hoover anfertigte. Laut Jarnagins Brief an Hoover informierte er einen Tag nach dem Gespräch am 5.10.1963 telefonisch das Amt für öffentliche Sicherheit in Texas. Nachdem Jarnagin dann ein Zeitungsbild Oswalds am 24.11.1963 gesehen hatte, identifizierte er Oswald als den Mann, mit dem Ruby in dieser Nacht gesprochen hatte. Dieses »Gerücht« wie auch andere, die eine Bekanntschaft von Oswald und Ruby zum Gegenstand haben, so die Warren Kommission, »verdient irgendwelchen Glauben«. Am 4.10.1963 soll sich Oswald abends in Irving bei seiner Ehefrau zu Hause aufgehalten haben. Möglicherweise diente das Beweisstück der Warren Kommission als Film-Vorlage für das jetzt gefundene Gesprächsprotokoll. Möglicherweise ist es aber mehr. |
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Die jetzt gefundenen Dokuemnte beinhalten persönliche Briefe vom damaligen Bezirksstaatsanwalt Henry Wade, ein Waffenholster, offizielle Unterlagen vom Gerichtsverfahren gegen Jack Ruby und Kleidung, die vermutlich ihm und dessen Opfer Oswald gehörte. Der Fund ist bereits ein Jahr alt. Erst jetzt wurde die Öffentlichkeit informiert.

