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20. August 2010

Oswalds Bewacher feiert 90. Geburtstag

James R. Leavelle war mit Handschellen an Lee Harvey Oswald gefesselt, als plötzlich Jack Ruby aus einer Menge von wartenden Journalisten hervorsprang und einen Schuss auf den angeblichen Mörder von Präsident John F. Kennedy abfeuerte.

Ruby erschießt OswaldAssociated Press; Robert H. Jackson; Quelle:wikipedia.org

Gleichzeitig entstand das Foto, für das sein Fotograf Robert Jackson vom Dallas Times Harald den Pulitzer Preis gewann. Dieses Foto machte Leavelle weltbekannt. Er beging jetzt mit einer privaten Feier seinen 90. Geburtstag im Pensionsgebäude der Dallas Polizei.

Leavelle, ein Kriminalbeamter von der Dallas Polizei, führte Oswald zwei Tage nach dem Attentat auf Kennedy in den Keller des Polizeigebäudes, damit dieser in das Bezirksgefängnis überführt werden konnte. Kurze Zeit später krachte ein Schuss aus einem Revolver Cobra .38, der Oswald tödlich im Bauchbereich traf.

Revolver, der Oswald töteteRevolver, der Oswald tötete

Insbesondere die Zeit, die Leavelle mit Oswald verbrachte, war für viele interessant. Er war an der Untersuchung des Mordes am Streifenpolizisten Tippit beteiligt, den Oswald ebenfalls ermordet haben soll. Leavelle:

Ich habe ihn vernommen, es ging um den Mord am Polizisten J.D. Tippit, nicht um den am Präsidenten. Er wurde dessen nocht nicht angeklagt. Er sagte mir immer wieder, »Ich habe keinen Polizisten erschossen.

Niemand wird auf mich schießen.

Leavelle wurde angewiesen, sich an Oswald zu fesseln. Als beide die Tiefgarage des Gebäudes erreichten, sagte er zu Oswald: »Lee, ich hoffe, dass wenn auf Dich jemand schiesst, treffen sie genau so gut wie Du. Oswald grinste und antwortete: »Niemand wird auf mich schießen.«

Kurze Zeit später krachte unerwartet ein Schuss. Ein Krankenwagen brachte Oswald ins Parkland Krankenhaus, in dem John F. Kennedy zwei Tage zuvor seinen Verletzungen erlegen war. Leavelle versuchte Oswald wiederzubeleben, einen Puls zu fühlen:

Aber er kam nicht mehr zu Bewusstsein. Wir waren etwa auf halbem Weg zum Krankenhaus, als er einen tiefen Atemzug nahm und dann entspannte. Ich denke, dass er dann verstarb.

Viele Fragen wurde Leavelle gestellt. Die häufigste war: Hat Oswald gestanden? Hat er den Mord an Kennedy zugegeben? Aber Oswald hatte keine einziges Wort mehr gesagt.

1974 schied Leavelle aus dem aktiven Polizeidienst aus. Für einige Jahre bediente er bei Vernehmungen den Lügendetektor. Seine Bekanntheit beschämt ihn:

Einige Leute wollen aus mir einen Helden machen ... Ich habe nur meine Arbeit gemacht.

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Studie zum Kennedy-AttentatNach dieser Studie gab es mindestens zwei Schützen.

Der Mord an Präsident Kennedy 1963 ist von mindestens zwei Attentätern ausgeführt worden sein. Das belegt eine jetzt durchgeführte wissenschaftliche Studie der nach dem Attentat sichergestellten Geschossfragmente. Allerdings ist das Fundament dieser Studie erschüttert. Weiterlesen.