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23. September 2009

Zeuge der Autopsie von Präsident Kennedy verstorben

Der pensionierte FBI-Beamte Francis X. O’Neill Jr., der am Tag der Ermordung von Präsident John F. Kennedy dessen Autopsie überwachte, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Laut Angaben der Familie erlag er einem Schlaganfall.

Nach dem Mord an Kennedy wurde O’Neill zusammen mit einem Kollegen auf Anordnung von FBI-Direktor J. Edgar Hoover zur Andrews Air Force Basis in Maryland beordert, um ab hier den Leichnam von Kennedy für die Untersuchungen des FBI zu überwachen. Er begleitete die Autokolonne zum Bethesda Naval Hospital, wo die Autopsie durch ein Pathologenteam der US-Marine vorgenommen wurde. Anschließend berichtete er mit Hilfe von Notizen die Beobachtungen und die Ergebnisse an Hoover zurück.

Sein gesamtes Leben zeigte sich O’Neill davon überzeugt, dass die erdrückende Beweislast belegte, dass Lee Harvey Oswald den Mord an John F. Kennedy verübt hatte. 1978 wurde O’Neill pensioniert und zog drei Jahre später in das Repräsentantenhaus von Connecticut ein, dem er bis 1990 angehörte. Er hinterlässt seine Ehefrau, sieben Söhne und eine Tochter.

Obwohl O’Neill von der Schuld Oswalds überzeugt war, widerspricht dem sein eigener Bericht und der eigentliche Tathergang in Dallas. Zu diesen Details äusserte er sich in den letzten Jahren ausgesprochen zurückhaltend und in seiner Meinung beharrlich. Die entsprechenden Dokumente befinden sich u.a. auf der DVD »Labyrinth der Wahrheiten«, welche die Grundlage für das Buch »Labyrinth der Wahrheiten - Todesschüsse auf Kennedy« darstellt.

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