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22. Juli 2008

Mafia in Kennedy-Mord involviert?

Die Rechtsanwältin Angela Clements hat Klage gegen das US-Justizministerium und das FBI eingereicht. Ziel ihrer Klage ist die vollständige Herausgabe der Akten über einen Mafia-Informanten.

Die Papiere, glaubt die Anwältin, könnten Licht in die mögliche Verstrickung eines bereits verstorbenen Mafia Bosses in das Attentat auf John F. Kennedy bringen. Das FBI soll demnach alljene Akten veröffentlichen, die sich auf Gregory Scarpa Sr. beziehen, der für mehr als 30 Jahre ein erstaunliches Doppelleben als professioneller Mörder und als streng abgeschirmter FBI-Informant führte. Die geheimen Dokumente sollen auf Carlos Marcello, einem Mafia-Boss aus New Orleans, verweisen, der teilweise verdächtigt wird, eine Rolle beim Attentat auf John F. Kennedy am 22.11.1963 gespielt zu haben. Zumindest hatte Marcello 1985 gegenüber einem FBI-Informanten (angeblich) gestanden, den Mord an Kennedy beauftragt zu haben.

Angela Clements ist im Besitz von Papieren aus der Akte von Scarpa, die zum Teil geschwärzt sind, aber dennoch auf eine vage Verbindung zu Marcello hinweisen. Sie verfolgt die Spuren, auf denen sich auch Robert Blakley in den siebziger Jahren begeben hatte. Blakey fungierte als Leiter eines Sonderausschusses des Repräsentantenhauses, der die Morde an John F. Kennedy und Martin Luther King untersuchte. Während die Warren Kommission 1964 eine Verbindung von Marcello und dem Mord am Präsidenten definitiv ausschloss, charakteresierte der Sonderausschuss die FBI-Untersuchungen als wenig energisch, um deren Glaubwürdigkeit zu ermitteln.

In einer ersten Stellungnahme äusserte sich Blakey bestürzt, dass ihm diese Dokumente während seiner Amtszeit nicht zur Verfügung standen.

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