| ARD verfälscht Beweise |
| 15. Januar 2006 von Lothar Buchholz |
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Der Dokumentarfilmer Huismann versuchte in seinem neuen Film für die ARD zu belegen, dass Castro den Befehl gab, Kennedy zu ermorden. Bereits der erste Grundpfeiler dieser Theorie hält der Überprüfung nicht stand. In der ARD-Dokumentation »Rendezvous mit dem Tod – Kennedy und Castro« nehmen die Aussagen von Laurence Keenan eine Schlüsselstellung ein. Er reiste weisungsgemäß am 27. November 1963 als FBI-Chefermittler nach Mexiko, »um Oswalds geheime Kontakte in Mexiko zu ermitteln«. Kurz nach Aufnahme der Ermittlungen wurde er vom neuen Präsidenten Lyndon B. Johnson zurückbeordert, weil die Recherchen seines Teams für die amerikanische Regierung zu brisant waren. Heute sagt Laurence Keenan: »Es war eine bittere Stunde für das FBI. Aus politischen Gründen mussten wir die Wahrheit vertuschen.« Und bis heute schäme er sich dafür. »Doch Präsident Johnson befahl nach drei Tagen, die Ermittlungen abzubrechen«. Unter Eid gab Laurence Keenan jedoch völlig gegenteilige Fakten zu Protokoll. Am 08. April 1976 wurde er vom Church Ausschuss vernommen, der Aktivitäten der Geheimdienste untersuchte. Die Beweisdokumente belegen nicht nur, dass sich das FBI nicht in der Position sah, Untersuchungen in Mexiko durchzuführen. Sein Aufenthalt wurde nach nur wenigen Tagen »frustrierend«, weil es keine Ermittlungsansätze gab, die Oswald mit kubanischen oder anderen Verschwörern in Verbindung bringen könnten. In seiner 120-seitigen Aussage macht er wiederholt auch deutlich, dass er selbst seine weitere Anwesenheit für überflüssig erachtete und allein deshalb abreiste: »Ich glaubte nicht, dass es notwendig für mich war, dort unten zu bleiben und die Untersuchung zu koordinieren, weil es befähigtere und fähige Leute wie mich gab … .« »… der Teil der Untersuchung, den ich in der Lage war zu tun oder zu vollenden, war getan worden.« Gab es eine politische Einflussnahme auf seine Untersuchung? Laurence Keenan damals: »… es gab nichts politisches, in all dem keine politischen Einflüsse … .« Rückblickend bewertete Keenan seine Reise nach Mexiko noch 1976 als »nicht besonders produktiv«. Gleiches gilt wohl für den aktuellen Dokumentarfilm von der ARD und Huismann, der Ausgaben in Höhe von 850.000 Euro verursachte. |
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