| Das Attentat auf Kennedy und die Medien |
| 12. August 2010 von Lothar Buchholz | |||
Seite 1 von 2 Am 22.November 1963 wurde John F. Kennedy erschossen. An einem Freitag durchfuhr sein Fahrzeugkonvoi Dallas. Zehntausende Menschen säumten an einem sonnigen Tag die Straßen zu Kennedys Begrüßung. Als die Präsidentlimousine um 12.30 Uhr die Elm Street befuhr, peitschten Schüsse durch die Luft. Kennedy erlitt einen tödlichen Kopftreffer. Die Herkunft dieses Schusses, dessen Urheber und potentielle Drahtzieher bieten auch nach über 45 Jahren noch Anlaß zu Spekulationen. Verantwortlich dafür sind die bisher eingesetzten Untersuchungskommissionen, die ihre Ergebnisse basierend auf selektivem Beweismaterial präsentierten. Und das obwohl die Warren Kommission (1964) einen Einzeltäter des Mordes beschuldigte und ein Sonderausschuss des Repräsentantenhauses (1979) im Gegensatz dazu eine Verschwörung bestätigte. Mitverantwortlich sind die Medien.Mitverantwortlich sind aber auch Presseberichte und TV-Produktionen, in denen sich eine Reihe von Auslassungen, Fehlinterpretationen und sogar groben Fehlern finden lassen. Bei einigen TV-Dokumentationen sind reale Fakten in das gewünschte Ergebnis verbogen worden. Weil nötig, mit grober Gewalt. Doch was ist heute schon noch Wahrheit, Mögliches und Mythos, wenn es um die Ermordung von Präsident Kennedy am 22.11.1963 in Dallas geht? Dem durchschnittlich Interessierten wird quer durch alle Medienbranchen meistens ein klares Bild vom Tathergang geboten, um anschließend die Theorie vom Einzeltäter Lee Harvey Oswald oder die einer Verschwörung des CIA, der Kubaner, der Mafia oder des US-Establishments zu manifestieren. In der deutlichen Minderheit sind die Beiträge, welche Widersprüche aufzeigen. Bedauerlicherweise bewegen sich diese aber selten auf dem aktuellen Kenntnisstand. Hinzu kommen dann noch abenteuerlustige Geschichten einiger Autoren. |
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